Was muss ein Pilot nach diesem Ausbildungsabschnitt können?
Ein Pilot muss ein einmotoriges Kolbenflugzeug am Boden und in der Luft sicher, sauber und regelkonform führen können. Dazu gehören Flugvorbereitung, Dokumente, Masse und Schwerpunkt, Wetter- und NOTAM-Briefing, Vorflugkontrolle, Motorstart, Rollen, Start, Steigflug, Airwork, Navigation, Anflug, Landung sowie der sichere Umgang mit abnormalen Situationen und Notfällen. Zusätzlich muss er die Systeme, Limits, Checklisten und Leistungsdaten des verwendeten Flugzeugs kennen und anwenden können.
Wichtiges zur Prüfung
Für die Anmeldung zur Prüfung braucht der Pilot eine gültige Lizenz wie LAPL(A), PPL(A), CPL(A), ATPL(A) oder MPL mit PPL- beziehungsweise CPL-Rechten sowie ein gültiges Medical. Vor der praktischen Prüfung müssen die theoretische Einweisung und die praktische Ausbildung abgeschlossen sein. Die Theorie umfasst mindestens 2 Stunden und behandelt vor allem AFM/POH, QRH, Checklisten, Flugzeugsysteme, Limits, Performance, Masse und Schwerpunkt sowie Notverfahren. LAPL(A)-Inhaber mit TMG-Rechten müssen zusätzlich mindestens 3 Stunden praktische Ausbildung, 10 Starts und Landungen mit Fluglehrer sowie 10 überwachte Alleinstarts und -landungen absolvieren. In der Prüfung erwartet den Piloten ein Skill Test auf dem SEP(land)-Flugzeug, das auch in der Ausbildung verwendet wurde. Geprüft werden typischerweise Abflug, Airwork, VFR-Navigation oder bei vorhandenem IR alternativ Instrumentenflug, Anflug und Landung sowie abnormal and emergency procedures. Die mündliche Theorieprüfung findet als Teil des Skill Tests beim Prüfer statt.
Zusammenfassung
Dieser Ausbildungsabschnitt ist der Weg zur Klassenberechtigung für einmotorige Kolbenflugzeuge an Land. Der Pilot lernt nicht nur, ein SEP-Flugzeug zu fliegen, sondern es als verantwortlicher Luftfahrzeugführer sicher zu betreiben. Besonders wichtig sind saubere Vorbereitung, Systemverständnis, Einhalten der Limits, ruhige Flugzeugführung, sichere Landetechnik und korrektes Handeln bei Notfällen. Die praktische Ausbildung dauert je nach Vorerfahrung meist nur wenige Flugstunden, muss aber alle prüfungsrelevanten Inhalte abdecken. Wer bisher nur TMG, größere Flugzeuge oder andere Klassen geflogen ist, muss sich besonders auf Energiehaushalt, manuelles Fliegen, einfache Systeme und SEP-spezifische Notverfahren einstellen.
Praxisbezug für den Piloten
Im echten Flugbetrieb ist das SEP-Rating eine der wichtigsten Grundlagen, weil viele private und schulische Flüge auf einmotorigen Kolbenflugzeugen stattfinden. Der Pilot muss jederzeit wissen, ob Flugzeug, Wetter, Startstrecke, Landestrecke, Beladung und eigene Fähigkeiten zur geplanten Operation passen. Besonders praxisrelevant sind Motorausfall nach dem Start, simulierte Notlandung, Go-around, Crosswind-Landung, Stall Recovery, Funkdisziplin, Situational Awareness und gutes Workload-Management im Single-Pilot-Betrieb.
PPL(A) Examiner | 200,00 € |
Flugstunde C150 | 141,75 € |
| GESAMT | 341,75 € |