Skilltest PPL(A)

Was muss ein Pilot nach diesem Ausbildungsabschnitt können?

Ein PPL(A)-Schüler muss lernen, ein Flugzeug sicher, selbstständig und verantwortungsbewusst nach Sichtflugregeln zu führen. Dazu gehören Flugvorbereitung, Wetter- und NOTAM-Briefing, Masse und Schwerpunkt, Flugzeugkontrolle, Start, Platzrunde, Landung, Navigation, Funk, Luftraumstruktur, Notverfahren und sichere Entscheidungsfindung. Zusätzlich muss er die theoretischen Grundlagen in Luftrecht, Menschlichem Leistungsvermögen, Meteorologie, Kommunikation, Navigation, Aerodynamik, betriebliche Verfahren, Flugleistung und Flugplanung sowie allgemeiner Luftfahrzeugkunde beherrschen.

Wichtiges zur Prüfung

Um zur PPL(A)-Prüfung zugelassen zu werden, muss der Schüler die theoretische Ausbildung, die behördliche Theorieprüfung und die praktische Ausbildung abgeschlossen haben. Für die PPL(A) sind mindestens 45 Stunden Flugausbildung erforderlich, davon mindestens 25 Stunden mit Fluglehrer und 10 Stunden überwachter Alleinflug. Darin enthalten sein müssen mindestens 5 Stunden Solo-Überlandflug, inklusive eines Überlandfluges über mindestens 270 km beziehungsweise 150 NM, bei dem vollständige Landungen auf zwei fremden Flugplätzen durchgeführt werden. Für die Lizenzerteilung muss der Bewerber mindestens 17 Jahre alt sein und die erforderliche Language Proficiency für die Sprache besitzen, die im Funk verwendet wird.

Zur Vorbereitung sollte der Schüler nicht nur Prüfungsfragen auswendig lernen, sondern vor allem die Zusammenhänge verstehen: Warum fliegt das Flugzeug, wie wirken Wetter, Gewicht und Schwerpunkt auf die Leistung, wie plant man einen sicheren Überlandflug und wie entscheidet man bei Problemen richtig? Praktisch sollte er besonders Platzrunde, Landungen, Stall Recovery, Steilkurven, Navigation, Funk, Notverfahren, simulierte Triebwerksausfälle und saubere Flugvorbereitung trainieren. Vor dem Skill Test gibt es einen finalen Progress Check, bei dem geprüft wird, ob der Schüler alle Übungen sicher beherrscht und prüfungsreif ist. Im Skill Test selbst fliegt der Schüler als verantwortlicher Pilot mit einem Flight Examiner auf einem einmotorigen Kolbenflugzeug und muss zeigen, dass er das Flugzeug sicher, regelkonform und mit gutem Airmanship führen kann.

Zusammenfassung

Der PPL(A) ist der klassische Einstieg in die Motorfliegerei und erlaubt es, nicht-gewerbliche Flüge als verantwortlicher Pilot durchzuführen. Die Ausbildung verbindet Theorie, praktische Flugzeugbeherrschung, Navigation, Funk und Entscheidungsfindung. Im Vergleich zum LAPL(A) ist der PPL(A) umfangreicher: Er verlangt mehr Flugstunden, mehr Solozeit, einen längeren Solo-Überlandflug, Basic Instrument Flying und eine intensivere Navigationsausbildung. Ziel ist nicht nur das Bestehen der Prüfung, sondern ein Pilot, der selbstständig sichere VFR-Flüge planen und durchführen kann.

Praxisbezug für den Piloten

Im echten Flugbetrieb braucht ein PPL-Pilot genau diese Fähigkeiten bei jedem Flug. Er muss beurteilen können, ob Wetter, Flugzeug, Flugplatz, Luftraum, Treibstoff, Beladung und eigene Tagesform zum geplanten Flug passen. Besonders wichtig sind saubere Vorbereitung, gute Luftraumbeobachtung, sichere Funkkommunikation, stabile Landungen, frühzeitige Entscheidungen und das richtige Verhalten bei Notfällen. Ein guter PPL-Pilot fliegt nicht nur das Flugzeug, sondern denkt immer mehrere Schritte voraus.

Kosten
Brutto
PPL(A) Examiner
200,00 €
Flugstunde C150
1.5 × 189,00 €
283,50 €
GESAMT483,50 €