IR mit bestandener ATPL Theorie

Was muss ein Pilot nach diesem Ausbildungsabschnitt können?

Ein Pilot muss ein Flugzeug sicher nach Instrumentenflugregeln führen können, also ohne äußere Sichtreferenz präzise nach Instrumenten, Verfahren und ATC-Freigaben arbeiten. Da die ATPL-Theorie bereits bestanden ist, geht es vor allem darum, das vorhandene theoretische Wissen praktisch anzuwenden: IFR-Flugvorbereitung, ATC-Flugplan, Wetter- und NOTAM-Briefing, Fuel Planning, SIDs, STARs, Holdings, Instrumentenanflüge, PBN-Verfahren, Missed Approach und sichere Entscheidungsfindung im Single-Pilot-IFR-Betrieb.

Prüfungsrelevante Schwerpunkte

Besonders wichtig sind die praktischen Mindestanforderungen: Für das SE-IR(A) sind insgesamt mindestens 50 Stunden Instrumentenzeit unter Ausbildung vorgesehen, einschließlich Basic Instrument Flight Module. Für das ME-IR(A) sind mindestens 55 Stunden Instrumentenzeit erforderlich, davon mindestens 15 Stunden auf MEP(land). Prüfungsrelevant sind vor allem NDB- und VOR-Orientierung, Interceptions, DME Arc, Holdings, SIDs, STARs, ILS-, LLZ-, VOR-, NDB- und PBN-Anflüge, Circling, Missed Approach sowie beim ME-IR zusätzlich asymmetrischer Instrumentenflug mit simuliert ausgefallenem Triebwerk.

Zusammenfassung

Dieser Ausbildungsabschnitt ist der praktische Weg zum Instrument Rating für Piloten, die ihre ATPL-Theorie bereits bestanden haben. Die Theorie wird vollständig angerechnet, deshalb muss der Pilot nicht mehr die reguläre IR-Theorie mit Air Law, Instrumentation, Flight Planning, Human Performance, Meteorology, Radio Navigation und Communications absolvieren. Der Fokus liegt auf dem Procedural Instrument Flight Module: Der Pilot lernt, IFR-Verfahren sauber zu planen, zu briefen, zu fliegen und unter Arbeitsbelastung korrekt umzusetzen. Ziel ist, dass er am Ende den IR(A)-Skill Test als verantwortlicher Pilot bestehen kann.

Praxisbezug für den Piloten

Im echten IFR-Betrieb entscheidet nicht nur Wissen, sondern saubere Anwendung unter Zeitdruck. Der Pilot muss Freigaben korrekt lesen, Verfahren mit Karten und Avionik abgleichen, Minima einhalten, Funk professionell führen, PBN und RNP überwachen und bei Abweichungen sofort richtig reagieren. Besonders wichtig ist, im Single-Pilot-Betrieb niemals „hinter dem Flugzeug“ zu sein: Flugweg, Wetter, Treibstoff, Alternate, Automation und nächste Verfahrensschritte müssen jederzeit aktiv im Kopf bleiben.

Kosten
Brutto
Anmelde- und Verwaltungsgebühr
1.500,00 €
Flugstunde Elite Simulator
35 × 189,00 €
6.615,00 €
Flugstunde PA28 / C172
15 × 229,00 €
3.435,00 €
Fluglehrerstunde IFR/FI(A)/CPL/Night
50 × 75,00 €
3.750,00 €
GESAMT15.300,00 €