ATPL - Vom Fußgänger ins Cockpit

Wenn du als Fußgänger ohne Vorerfahrung zu uns in die Flugschule kommst und den modularen Weg zum ATPL(A) gehen möchtest, starten wir nicht direkt mit „Airline“, sondern bauen dich Schritt für Schritt sauber auf. Zuerst machst du dein Medical Class 1, damit wir wissen, dass du medizinisch für die Berufspilotenschiene geeignet bist. Danach beginnst du mit der PPL(A), also der Privatpilotenlizenz. Dort lernst du das Fliegen von Grund auf: Flugvorbereitung, Starts, Landungen, Navigation, Funk, Notverfahren und selbstständiges Entscheiden als Pilot.

Nach der PPL sammelst du Flugerfahrung im sogenannten Hour Building, meistens mit Überlandflügen, damit du die nötigen Flugstunden für die nächsten Ausbildungsabschnitte erreichst. Parallel oder danach folgt die große ATPL-Theorie. Das ist der fachliche Hauptblock der Ausbildung und umfasst Luftrecht, Flugzeugtechnik, Instrumente, Performance, Masse und Schwerpunkt, Flugplanung, Meteorologie, Navigation, Funknavigation, Human Performance, Operational Procedures, Principles of Flight, Kommunikation und KSA/TEM. Hier lernst du, wie ein Berufspilot zu denken: nicht nur fliegen, sondern planen, beurteilen, Risiken erkennen und Entscheidungen professionell treffen.

Im nächsten Schritt kommen die Erweiterungen, die dich vom reinen Sichtflugpiloten zum professionellen Instrumenten- und Berufspiloten machen. Dazu gehören typischerweise Nachtflug, MEP für mehrmotorige Kolbenflugzeuge, das Instrument Rating / IR, oft auf mehrmotorigem Flugzeug als MEP-IR, sowie die CPL(A)-Praxis. Im IR lernst du, nach Instrumenten zu fliegen, IFR-Flüge zu planen, Anflüge, Holdings, SIDs, STARs, Missed Approaches und PBN-Verfahren sicher zu beherrschen. Beim MEP kommt zusätzlich der Umgang mit zwei Triebwerken dazu, vor allem das sichere Handeln bei Triebwerksausfall und asymmetrischem Flug.

Nach CPL und IR folgt noch das Advanced UPRT, also das Training zur Vermeidung und Wiederherstellung aus ungewöhnlichen Fluglagen. Danach kommt als letzter großer Schritt vor der Airline-Bewerbung meist ein MCC oder APS MCC, wo du lernst, in einem Mehrpiloten-Cockpit nach Airline-Standards zu arbeiten. Am Ende hast du dann nicht sofort eine „volle ATPL“, sondern eine sogenannte frozen ATPL: Du besitzt CPL(A), ATPL-Theorie, IR, MEP, UPRT und MCC. Die eigentliche ATPL wird später erst „aufgetaut“, wenn du die erforderliche Airline-Flugerfahrung gesammelt hast, insbesondere die 1.500 Stunden Gesamtflugzeit.

Zeitlich musst du bei einem gut organisierten modularen Weg realistisch mit etwa 18 bis 30 Monaten rechnen, je nachdem wie schnell du Theorie, Wetter, Flugstunden, Prüfungen und Verfügbarkeit unter einen Hut bekommst. Der Vorteil des modularen Weges ist, dass du Schritt für Schritt wächst, einzelne Abschnitte flexibel planen kannst und nach jeder Stufe genau weißt, was du bereits erreicht hast. Kurz gesagt: Du gehst vom ersten Alleinflug über PPL, ATPL-Theorie, NVFR, MEP, IR, CPL, UPRT und MCC bis zur frozen ATPL – und bist danach bereit, dich bei Airlines oder gewerblichen Flugbetrieben zu bewerben.

Kosten
Brutto
PPL(A) - ohne Vorerfahrung
14.063,00 €
PPL(A) Skilltest
483,50 €
Nachtflug
1.812,10 €
ATPL Theorie
3.773,50 €
CB- IR mit bestandener ATPL Theorie
12.660,00 €
Skilltest SE-IR
529,00 €
Skilltest MEP (land)
697,50 €
MEP IFR
2.622,00 €
Skilltest ME-IR
830,00 €
aUPRT Advanced UPRT-Training
2.612,85 €
CPL Praxis
6.010,00 €
Flugstunde C150
110 × 189,00 €
20.790,00 €
Skilltest CPL(A)
748,50 €
GESAMT67.631,95 €