Was muss ein Pilot nach diesem Ausbildungsabschnitt können?
Ein LAPL(A)-Pilot muss ein einmotoriges Flugzeug mit bis zu 2.000 kg maximaler Abflugmasse sicher im nichtgewerblichen Sichtflug führen können. Er muss Flugvorbereitung, Wetterbeurteilung, NOTAMs, Masse und Schwerpunkt, Vorflugkontrolle, Start, Platzrunde, Navigation, Funk, Landung und Notverfahren beherrschen. Besonders wichtig ist, dass er als verantwortlicher Pilot einfache VFR-Flüge selbstständig planen und sicher durchführen kann. Dazu gehören auch saubere Entscheidungsfindung, Luftraumbeobachtung, Funkdisziplin und der richtige Umgang mit abnormalen Situationen wie Motorausfall, schlechtem Wetter oder Orientierungsverlust.
Wichtiges zur Prüfung
Für die LAPL(A)-Prüfung muss der Schüler mindestens 17 Jahre alt sein, die theoretische Ausbildung abgeschlossen, die Theorieprüfung bestanden und die praktische Ausbildung vollständig absolviert haben. Vorgeschrieben sind mindestens 30 Stunden Flugausbildung auf Flugzeugen, davon mindestens 15 Stunden mit Fluglehrer und 6 Stunden überwachter Alleinflug. Darin enthalten sein müssen mindestens 3 Stunden Solo-Überlandflug sowie ein Überlandflug von mindestens 150 km beziehungsweise 80 NM mit einer vollständigen Landung auf einem anderen Flugplatz. Vor dem ersten Solo müssen außerdem ein gültiges Medical, ausreichende Funkkompetenz und die Freigabe durch den Fluglehrer vorliegen. In der praktischen Prüfung fliegt der Schüler als PIC mit einem Flight Examiner auf einem einmotorigen Kolbenflugzeug. Erwartet werden eine vollständige Flugvorbereitung, sicheres Handling, Start und Landung, Platzrunde, Airwork, Navigation, Funkverfahren, Notverfahren und gutes Situationsbewusstsein. Zur Vorbereitung sollte man besonders die Checklisten, Notverfahren, Lufträume, Wetter, Navigation, Performance, Masse und Schwerpunkt sowie die typischen Prüfungsmanöver wie Langsamflug, Stall Recovery, Steilkurven, Ziellandung, Go-around und simulierte Notlandung sicher beherrschen.
Zusammenfassung
Der LAPL(A) ist der Einstieg in die Motorflugwelt und erlaubt dem Piloten, leichte einmotorige Flugzeuge im nichtgewerblichen Betrieb zu fliegen. Im Vergleich zum PPL(A) ist der Ausbildungsumfang geringer: 30 statt 45 Flugstunden, 6 statt 10 Stunden Solozeit und ein kürzerer Solo-Überlandflug. Dafür sind die Rechte auch eingeschränkter, vor allem bei Flugzeuggröße, Passagierzahl und späteren Erweiterungsmöglichkeiten. Der Schwerpunkt liegt darauf, dass der Pilot sicher im VFR-Betrieb fliegt, Risiken erkennt, sauber vorbereitet und in normalen sowie ungewöhnlichen Situationen richtig entscheidet.
Praxisbezug für den Piloten
Im echten Flugbetrieb ist der LAPL(A) vor allem für Piloten gedacht, die privat und nichtgewerblich fliegen möchten. Entscheidend ist, dass man nicht nur starten und landen kann, sondern einen gesamten Flug verantwortungsvoll führt: Wetter passend beurteilen, Treibstoff planen, Lufträume einhalten, Funk sauber abwickeln, Alternativen im Kopf haben und bei Problemen ruhig handeln. Ein guter LAPL(A)-Pilot fliegt nicht „irgendwie von A nach B“, sondern plant vorausschauend, bleibt innerhalb seiner persönlichen Grenzen und trifft rechtzeitig sichere Entscheidungen.
PPL(A) Examiner | 200,00 € |
Flugstunde C150 1.5 × 189,00 € | 283,50 € |
| GESAMT | 483,50 € |